Eine Vielzahl von Psychotherapiestudien konnte zeigen, dass die gefühlsmäßige Beteiligung bei der Bearbeitung von Problemen ebenso wie bei der Klärung von gewünschten Zielen eine zentrale Rolle spielt. Es muß also in Therapie sowohl das rationale Wissen, wie das emotionale Verkörpern dessen, worum es gehen soll aktiviert sein.

Als Beispiele könnte man einerseits das Einlassen auf das Gefühl von Angst im Rahmen einer verhaltenstherapeutischen Konfrontationsbehandlung, andererseits auf das Gefühl der sehnsüchtig erwünschten Zielvision in einer lösungsfokussierten Therapie nennen.

Im Rahmen Klinischer Hypnose werden regelmäßig über innere Bilder aber auch Körperempfindungen und Gefühle aktiviert, die einen rein verstandesmäßigen Zugang ergänzen oder manchmal auch völlig neue Perspektiven eröffnen.
Daher kann man Klinische Hypnose auch als emotionale Therapie ansehen (W. Bongartz / B. Bongartz (2000) Hypnosetherapie. Hogrefe: Göttingen). Dies gilt auch für ein emotionsfokussiertes Vorgehen, wo sowohl adaptive (nützliche, hilfreiche) wie maladaptive (behindernde, begrenzende) Gefühle aktiviert werden sollen.